Worauf man vor dem Kauf von Diskusfischen besonders achten sollte:

Wer sich dazu entschlossen hat, Diskusfische zu kaufen und zu pflegen, sollte sich bei der Anschaffung der Fische viel Zeit dafür nehmen und nichts überstürzen! Kauft man vorschnell Diskusfische und beobachtet sie vor dem Kauf nicht eingehenst, besteht die Gefahr, daß man nicht lange Freude an den neu erworbenen Tieren hat.

  <- brauner Wildfang Rio Uatuma      <- Wildfang Heckel

Vielleicht sind sie krank und man hätte bei intensiverer Beobachtung schon bemerken können, daß etwas nicht stimmt. Wenn man aber nun die erkrankten Fische gekauft hat und sie nach ein paar Tagen dem Händler zurückbringt, hat man das Problem zu beweisen, daß die Fische nicht erst bei Dir erkrankt sind, sondern schon vor dem Kauf krank waren. Kaum ein Händler wird zugeben, daß er erkrankte Fische verkauft hat, sondern wird versuchen den Grund der Erkrankung bei Dir zu suchen.

Wenn man jetzt aber im Zoofachgeschäft Diskusfische gefunden hat, die einem gefallen, sollte man sich die Zeit nehmen und sie recht lange beobachten. Gesunde Diskusfische werden Dich ebenfalls beobachten oder vielleicht sogar neugierig an die Scheibe schwimmen. Frage den Verkäufer, ob er etwas Futter in das Aquarium geben kann, da gesunde Diskusfische nicht lange zögern werden und sofort fressen. Wenn der Verkäufer nun sagt daß die Fische gerade erst gefüttert wurden, dann erkundige Dich nach der nächsten Fütterung und besuche die Zoohandlung zur nächsten Fütterung erneut.

Ein weiteres Zeichen, daß etwas mit Diskusfischen nicht stimmt, ist die Dunkelfärbung. Sind die Diskusfische dunkelgefärbt, stehen nur in einer Ecke des Aquariums und beachten überhaupt nicht ihre Umgebung, ist höchste Vorsicht geboten, da etwas mit diesen Fischen nicht in Ordnung sein könnte. Gesunde Diskusfische zeigen ihre ganze Farbenpracht und schwimmen meistens im Becken umher. Außer ein paar Ausnahmen wie z.b.: Kämpfe um die Rangordnung oder wenn ein Diskusfisch von den Artgenossen unterdrückt wird. Dieses "Dunkelwerden" verschwindet aber schnell wieder und die Fische bekommen wieder ihre volle Farbenpracht.

Man sollte sich nicht davor scheuen, den Verkäufer zu fragen, was mit den Fischen los ist. Wenn der Verkäufer nun sagt, daß die Fische gerade erst angeliefert wurden und sich erst noch an das Wasser gewöhnen müssen, sollte man unverichteter Dinge gehen und die Zoohandlung am nächsten Tag nochmal besuchen. Sollten die Fische immer noch die selben Symptome zeigen, rate ich vom Kauf ab.

Außerdem sollte man auf den Kot der Diskusfische achten, denn wenn er dunkel gefärbt ist, ist es ein Zeichen dafür, daß seine Verdauung gut funktioniert. Ist hingegen der Kot weiß, schleimig und gallertartig und wird als langer Faden hinter dem Fisch hergeschleppt, könnte es sich um  Parasitenbefall handeln oder auf eine Darmerkrankung hinweisen. Auch dann rate ich von einem Kauf ab!

Ein weiteres Kennzeichen für erkrankte Diskusfische ist die Stirn- bzw. Rückenregion. Hat der Fisch einen eingefallenen Rücken (in der Aquaristik Messerücken genannt), so weißt dies auf Abmagerung durch eine frühere oder eine akute Krankheit hin. Meines Wissens nach, hat es bisher kaum ein Diskushalter geschafft, einen Diskus mit Messerrücken wieder so zu pflegen, daß das Tier eine normale und gesunde Körperform bekommt. Das soll aber nicht heißen, daß generell alle Diskus mit Messerrücken akut erkrankt sind. Es gibt eine Menge Diskusfische mit Messerrücken, die sich allerbester Gesundheit erfreuen. Aber der Messerrücken ist so gut wie nicht heilbar.

  <- gesunder Blaukopfheckel mit einer kräftigen Stirnpartie 

Wenn man sich nun aber für den Erwerb von Jungfischen entschieden hat (wesentlich niedrigere Anschaffungskosten, aber mehr Aufwand bei der Pflege), sollte man besonders auf die Form und auf das Freßverhalten achten. Die Diskusfische sollten eine runde Form haben und nicht dreieckig sein, wie sie oftmals in Zoogeschäften oder bei Händlern angeboten werden. Dies weist auf eine Wachstumsstörung hin. Ebenso sagen die Augen der Jungfische viel aus. Wenn das Auge im Verhältnis zum restlichen Körper viel zu groß ist, deutet dies auch auf eine Wachstumsstörung hin bzw. auf eine nicht regelmäßige Futteraufnahme. Selbst bei sehr guter Pflege, regelmäßigem Teilwasserwechsel und abwechslungsreicher Fütterung, wird man diese Schäden am Fisch nicht wieder beseitigen können.

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