Diskusfutter:

Einer der wichtigsten Punkte in der Diskushaltung ist das Futter! Damit Diskusfische gesund und vital bleiben, benötigen sie gutes und abwechslungsreiches Futter. Die wichtigsten Futtersorten sind dabei Trockenfutter in Granulat- oder Flockenform, Frostfutter und Lebendfutter. Schon bei der Aufzucht der Jungfische sollte man abwechslungsreich füttern, so daß sich die Fische von klein auf an alle Futtersorten gewöhnen.

Wenn man die Diskus an neues Futter gewöhnt, sollte man anfangs nur kleine Portionen verfüttern. Selbst bei anfänglicher Verweigerung des Futters, sollte man nicht sofort aufgeben. Mit etwas Geduld sind dann die Fische schnell an das neue Futter gewöhnt und sie werden es jedem Diskushalter mit der herrlichsten Farbenpracht und bester Gesundheit danken.

Einseitige Ernährung führt wie bei jedem anderen Lebewesen zu Manglerscheinungen (Nährstoffe, Vitamine, Mineralien, usw.), was dann wiederum zu diversen Krankheiten führen kann.

Frostfutter:

Es werden mittlerweile viele Arten von Frostfutter angeboten, wie z.B. rote, weiße schwarze Mückenlarven, Artemia (in den verschiedensten Größen), Truthahnherz, Rinderherz, Wasserflöhe, Garnelen und sogar verschiedene Futtermixe.

Die Meinungen gehen auseinander, wenn es darum geht, wie man das Frostfutter am wirkungsvollsten verfüttert - im gefrorenen Zustand oder im aufgetauten und gereinigtem Zustand. Diejenigen, die für die gefrorene und nicht vorab gereinigte Darreichungsform plädieren argumentieren damit, daß dadurch kaum Vitamine und Nährstoffe verloren gehen.

Diejenigen, die für die aufgetaute und vorab gereinigte Darreichungsform plädieren argumentieren damit, daß durch das Auftauen und spülen des Frostfutter das Aquariumwasser nicht so sehr belastet wird und die Fische keine Magen- und Darmerkrankungen bekommen. Jeder Aquarianer muß in diesem Bereich für sich selber entscheiden, was das Beste für seine Fische ist.

Ich persönlich taue alle Frostfuttersorten vorher auf. Mückenlarven, Artemia, Wasserflöhe, usw. werden in einem Sieb kurz mit kaltem Wasser abgespült und beim aufgetauten Truthahn- und Rinderherz wird das "Tauwasser" abgeschüttet.

Hier nun ein Rezept zur Herstellung einer Rinderherzmischung:

Menge in
Gramm

Zutaten

 1500 rohes Rinder-, Puten- oder Kalbsherz
 600 rohe Shrimps (ungewürzt)
 350 gefrorener ungewürzter Spinat
 300 Thunfisch (ungewürzt, ungesalzen)
 1 Stk. Eidotter
  etwas           Knoblauch (feingehackt)

 50 rohe Weizenkleie                                 
 3 Esslöffel Vitakalk (für Hund u. Katzen)
 3 Teelöffel Vitamin C
 3 Teelöffel Spirulina-Pulver
 3 Esslöffel Vitaminpulver
 3 Esslöffel   Gelantine (geraspelt)

Das Fett und die Sehnen müssen sehr gründlich aus dem Herz entfernt werden. Die Shrimps werden geschält und zusammen mit dem Hafermehlbrei und dem Herz in einer Küchenmaschine zerkleinert. Die Keimlinge, der Spinat, der Knoblauch und die Vitamine werden danach untergemischt und mit Gelantine etwas abgebunden. Der Brei wird in Gefrierbeutel gefüllt, glattgestrichen und luftdicht eingeschweißt eingefroren

 

Flockenfutter und Granulat:

Heutzutage werden sehr viele Trockenfuttersorten angeboten. Auch hier sollte man ganz genau aufpassen, womit man seine Fische füttert. Natürlich kann man nicht anhand der Nährstoffangaben und Inhaltsangaben ganz genau wissen, was im Einzelnen verarbeitet wurde, aber man kann zumindest die Werte vergleichen und sich evtl. Rat bei einem guten Züchter einholen. Auch hier gilt: "Das Teuerste ist nicht immer das Beste!

Man sollte aber nicht auf das Trockenfutter verzichten, da es alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine enthält, welche unsere Fische benötigen.

Die meisten Diskushalter verfüttern Diskusgranulat. Manche lassen es kurz vor der Fütterung im Wasser aufquellen (vorallem bei kleinen Jungfischen sehr anzuraten!!!), andere verfüttern es an ihre großen Diskusfische in Trockenform. Auch hier gilt - jeder muß seine Erfahrungen machen!

Ich persönlich verfüttere Granulat und Flockenfutter. Ich verwende das Granulat von der Fa. Mieling`s (Premium Granulat) und das Flockenfutter der Fa. Sera (Vipan Hauptfutter).

 

Lebendfutter:

Lebendfutter ist für unsere Diskusfische sicherlich das begehrteste Futter. Schon allein die Bewegungen der Futtertiere wecken in unseren Diskussen (der Diskus ist ein Buntbarsch und Barsche sind Raubfische) den Jagdtrieb.

Aber Vorsicht - mit dem Lebendfutter kann man sich auch ungebetene Parasiten ins Aquarium holen, die wiederum zu Krankheiten führen können. Daher sollte man sich genau erkundigen, woher das Lebendfutter kommt. Ein weiterer Nachteil von Lebendfutter ist die Haltbarkeit. Es sollte kühl gelagert werden und nicht so lange aufbewahrt werden.

Ein positiver Aspekt der Verfütterung von Lebendfutter ist, daß man das Futter vor der Fütterung z.B. in Medikamenten oder auch Vitaminen- Nährstoffpräparaten baden kann, so daß die Futtertiere diese Stoffe aufnehmen und der Diskus durch die Aufnahme des Futters das gewünschte Präparat direkt im Körper aufnimmt und verarbeiten kann. Vor allem bei der Behandlung von inneren Krankheiten ist dieses Futterverfahren sehr sinnvoll. Natürlich wird bei dieser Vorgehensweise das Lebendfutter nicht mehr nach dem Bad mit Wasser durchgespült!

Ich persönlich verfüttere rote und weiße Mückenlarven, Artemia, Enchyträen (aus eigener Zucht) und Grindalwürmchen (sehr kleine Enchyträenart zur Diskuszucht, auch aus eigener Zucht) als Lebendfutter. Die Mückenlarven und die Artemia werden vor dem Verfüttern kurz unter lauwarmen Wasser gespült, bevor sie verfüttert werden. Zur inneren medikamentösen Behandlung oder zur zusätzlichen Vitaminaufnahme bade ich meine Enchyträen ca. eine halbe Stunde vor der Fütterung.

 

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